Testament of Youth (2015)

Vera Brittain war eine unglaubliche Frau, aber ich hatte zuvor noch nie von ihr gehört. Ein weiterer Grund warum ich Filme und besonders Biografien liebe. Sie zeigen uns einen Menschen, den wir sonst nie kennengelernt hätten. Klar wird nicht alles wahrheitsgemäß erzählt und man muss vorsichtig sein nicht alles zu glauben. Doch es sind Geschichten die wir als Filmliebhaber und Filmemacher lieben und was erzählt bessere Geschichten als das wahre Leben?

Der Film Testament of Youth basiert auf den Memoiren von Vera Brittain, die sich im zweiten Weltkrieg gegen das Studium in Oxford und für den Dienst als Krankenschwester entschieden hat. Neben Alicia Vikander, die wieder einmal sehr ausdrucksstark und großartig gespielt hat, stehen Kit Harington und Taron Egerton an ihrer Seite. Ich muss zugeben, dass mir dieser Film zuerst wegen Kit Harington aufgefallen ist und nachdem ich gesehen habe, dass Taron Egerton auf den ich seit Kingsman unglaublich stehe mitspielt, hat mich dieser Film noch mehr interessiert.

Der Trailer wirkte nicht schlecht aber stach nicht unbedingt heraus. Mädchen verliebt sich in Jungen und kann nicht mit ihm zusammen sein, weil er in den Krieg zieht. Eine durchaus tragische aber nicht unbedingt neue Geschichte. Als ich den Film dann gesehen habe, war er aber doch besonders. Er war tragisch schön und sehr britisch, was mich überhaupt nicht stört. Obwohl ich durch einige Interviews (die ich mir hauptsächlich wegen Kit und Taron angeschaut habe) erahnen konnte wie der Film ausgeht, war ich trotzdem ziemlich erschüttert. Man hofft und bangt und fühlt mit ihr mit. Durch die Musik und die Umgebung entsteht ein sehr gefühlvolles aber kein leichtes Drama, über eine beeindruckende Frau. Leider erfährt man nicht sehr viel von ihren politischen Bemühungen für die Frauenrechtsbewegung und ihrem Leben nach dem Krieg. Was allerdings verständlich ist, denn das würde nochmal einen ganz neuen Film ergeben.

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„They´ll want to forget you. They´ll want me to forget. But I can´t. I won´t. This is my promise to you now. All of you.“

Fazit: Vermutlich nicht der beste Film seines Genres, aber er ist mir in Erinnerung geblieben und ich trage ihn immer noch mit mir in Gedanken. Nicht weil er mich traurig gemacht hat, sondern weil er mich berührt hat. 8/10 Punkten.

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